Bäckerei Rothwangl - Krieglach

Menschen und Zeit verbinden

Dafür steh' ich jeden Morgen auf

Wenn ich in den frühen Morgenstunden die Backstube betrete, ist es noch still in Krieglach. Nur der Duft von gereiftem Sauerteig, warmem Holz und frisch gemahlenem Mehl begrüßt mich. In diesen Momenten spüre ich am stärksten, warum ich Bäckerin geworden bin: weil gutes Brot Menschen braucht, die sich Zeit nehmen.

UNSERE ROHSTOFFE beziehen wir von regionalen Partnern, die wir seit Jahren kennen – Menschen, die so sorgfältig arbeiten wie wir selbst. Die Körner wachsen auf steirischen Feldern, in unserer Nachbarschaft, in unserem Klima. Diese Nähe schmeckt man.

SAUERTEIG ist für mich das Herz unseres Handwerks. Er ist lebendig, er atmet, er verlangt Aufmerksamkeit und Geduld. Kein industrieller Prozess kann ersetzen, was ein gereifter Sauerteig in ein Brot bringt: Tiefe, Bekömmlichkeit, eine Kruste mit Charakter. Wenn ich den Teig führe, erinnere ich mich an meine Eltern und Großeltern, die mir zeigten, wie man ihn versteht – nicht kontrolliert, sondern begleitet.

ÜBER UNSERE SEMMELN sagen viele Kundinnen und Kunden, sie schmecken „wie früher“. Vielleicht liegt es daran, dass wir sie tatsächlich so machen wie früher: mit Vorteig, mit Ruhephasen, mit echter Handarbeit. Eine Semmel ist ein einfaches Gebäck – und gerade deshalb verrät sie sofort, wie viel Sorgfalt in ihr steckt.

Bäckerei bedeutet für mich Verantwortung: gegenüber unseren regionalen Partnern, deren Rohstoffe wir verarbeiten; gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die jeden Tag mit Hingabe arbeiten; und gegenüber unseren Kundinnen und Kunden, die uns seit so vielen Jahren vertrauen.

Ich glaube an langsame Prozesse in einer schnellen Welt. An Qualität statt Eile. An die Kraft regionaler Zutaten und ehrlichen Handwerks. Und daran, dass ein gutes Brot Menschen verbindet.

DAFÜR STEHE ICH JEDEN MORGEN AUF. Kathrina Prattes

Das Rothwangl-Semmerl

Vom Kaisersemmerl, dem König und der Königin

Bread & Breakfast

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Es darf auch ein Frühstück sein.

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Seit 90 Jahren

und 5 Generationen

Die immer wieder bewusst getroffene Entscheidung, beim traditionellen Handwerk zu bleiben, hat dazu geführt, dass wir unglaublich viel mit unseren Händen arbeiten. Unsere Maschinen sind noch von meinem Opa aus den 60er und 70er Jahren oder von meinem Papa aus den 90ern. Genau das macht uns aus. Nicht nur der Sauerteig braucht Zeit, um lebendig zu werden, zu atmen und sein Potenzial zu entfalten, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen.

Auch die meisten Rezepte stammen noch von meinem Opa. Das wirkt sich positiv auf die Bekömmlichkeit unserer Brote und Lebensmittel aus. Wir kennen Leute aus Birkfeld, vom Semmering und von Kapfenberg bis nach Leoben und Graz, die extra für unser Brot hierherfahren, weil sie es besser vertragen. Warum das so ist, erklärt Julia Maierhofer, unsere Diätologin

„Also, euer Brot vertrage ich.“

Missverständnisse, Mythen und Wahrheiten

HEFE IST UNGESUND

Hefe ist ein natürlicher Mikroorganismus, der bei der Teigbereitung vor allem eines tut: Er vergärt Zucker aus dem Mehl und bildet dabei Kohlendioxid, das den Teig auflockert. Durch die Hitze im Ofen verliert sie ihre Aktivität. Hefe selbst liefert B-Vitamine und Eiweiß, aber nur in kleinen Mengen. Sie ist vor allem technologisch wichtig und gesundheitlich unbedenklich. Bei langen Teigführungen braucht man sogar deutlich weniger Hefe, weil die natürliche Fermentation selbst Triebkraft entwickelt und gleichzeitig die Bekömmlichkeit und das Geschmackserlebnis verbessert.

WEIZEN IST SCHWER VERDAULICH

Für die meisten Menschen ist Weizen gut verträglich. Entscheidend ist die Zeit: Während einer langen Teig ruhe bauen Enzyme und Mikroorganismen sogenannte vergärbare Kohlenhydrate ab. Diese können bei empfindlichen Personen zu Blähungen führen. Gleichzeitig werden Eiweißstrukturen teilweise aufgeschlossen, was die Verdauung zusätzlich erleichtern kann. Traditionell, also auch mit der nötigen Zeit, hergestelltes Weizenbrot enthält deshalb meist weniger dieser reizenden Stoffe und ist für viele Menschen bekömmlicher als industrielle Schnellbrote. Sauerteig ist also weit mehr als nur ein Backmittel – er ist ein lebendiges Stück Tradition, das jedem Brot Geschmack und besondere Qualität verleiht.

BROT BLEIBT IM KÜHLSCHRANK LÄNGER FRISCH

Mit der Zeit kristallisiert die Stärke im Brot und lässt es trocken und bröselig werden. Dieser natürliche Prozess wird durch Kälte beschleunigt. Dadurch verliert es Aroma und schmeckt altbacken, obwohl es noch frisch sein sollte. Bei Raumtemperatur bleibt Brot länger saftig und geschmackvoll. Gut für die Aufbewahrung geeignet sind Leinenbeutel oder Brotkästen, die die Feuchtigkeit regulieren. Tiefkühlen funktioniert im Gegensatz zum Kühlschrank hervorragend: Es stoppt die Alterung des Brotes und erhält sowohl Nährstoffe als auch Geschmack. Brot ist ehrlich. Wenn man ihm Zeit lässt und sorgfältig mit seinen Rohstoffen umgeht, zeigt es, was wirklich in ihm steckt – ein Zusammenspiel aus Naturwissenschaft, Tradition und Genuss.

Lass dich mal sehen

Jede Person mit folgender Profession ist willkommen sich über unsere Stellen zu informieren:

Lehrling Bäcker*in (w/m/d)

Bäcker*in
(Ofen- oder Tafelarbeiter*in) (w/m/d)

Bäckermeister*in (w/m/d)

Fahrverkäufer*in (w/m/d)

Verkäuferin*in (w/m/d)

Wir sind im Übergang zu einer neuen Unternehmenskultur deren Ziele sind:

den Wert unseres Handwerks kommunizieren

miteinander wachsen und lernen

Spaß haben in der Zusammenarbeit

unterschiedliche Personen haben unterschiedliche Verantwortung weil sie unterschiedliche Fähigkeiten besitzen